Vernetzung

Die Inklusionsdidaktische UNI-Klasse wird zunehmend zu einem Ort der Vernetzung der verschiedenen Phasen der Lehrerbildung. So ermöglichen gemeinsame Veranstaltungen mit der 2. Phase einen Austausch von Studierenden und Lehramtsanwärtern über das Entwickeln und Umsetzen von inklusionsorientiertem Unterricht. 

Lehrstuhlübergreifend

Die inklusionsdidaktische UNI-Klasse ist räumlich mit der sonderpädagogischen „Nashornwerkstatt“ verbunden, wodurch eine Kooperation unter den Lehrstühlen gefördert wird. Studierende beider Fachrichtungen entwickeln gemeinsam Lernszenarien, in denen ein gemeinsamer Unterrichtsgegenstand bezüglich verschiedener fachspezifischer und fachdidaktischer Perspektiven und Entwicklungsbereiche inklusionsorientiert entfaltet wird. Neben der Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und den sonderpädagogischen Lehrstühlen wird auch der Kontakt zu den fachdidaktischen Lehrstühlen intensiviert. Studierende und Dozierende profitieren von der Expertise und den praktischen Erfahrungen anderer Fachrichtungen, indem gemeinsame Seminarveranstaltungen geplant und durchgeführt werden.

Phasenübergreifend

Den Austausch mit Lehramtsanwärtern aus der zweiten Phase der Ausbildung beurteilen viele Studierende als besonders wertvoll und gewinnbringend. Dabei werden sowohl die Erwartungen deutlich, die in der zweiten Phase gestellt werden, als auch die Erfahrungen, die Lehramtsanwärter bereits im Berufsfeld Schule erworben haben. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die für eine inklusionsorientierte Pädagogik von Bedeutung sind.

Studierende und Lehramtsanwärter der ersten und zweiten Ausbildungsphase arbeiten gemeinsam an diesen Themen und entwickeln auf dieser Grundlage Lernumgebungen zu einem gemeinsamen Thema, der in Schulklassen erprobt wird.

Seit dem Wintersemester 2016/17 haben 18 Klassen mit 454 Schülerinnen und Schülern die inklusionsdidaktische UNI-Klasse besucht, 209 Studierende haben Lernumgebungen entwickelt, erprobt und evaluiert, zudem konnten 15 Lehramtsanwärterinnen in Kooperation mit Seminaren inklusionsorientierten Unterricht reflektieren (26 Lehrerinnen begleiteten die Klassen) und 43 Multiplikatoren der Arbeitskreise Inklusion (Reg. v. Obb.) fortgebildet werden.