1. Schritt: Fachperspektiven des Unterrichtsgegenstandes

 

Der gewählte Unterrichtsgegenstand steht als gemeinsame Sache für Alle im Mittelpunkt. Die didaktischen Umsetzungsmöglichkeiten des Unterrichtsgegenstandes werden zunächst aus dem Blickwinkel der Fachperspektiven analysiert.  Um ein Lernen aller an einem gemeinsamen Gegenstand zu ermöglichen, bedarf zunächst der Konzentrierung, Verdichtung und Konkretisierung des Inhalts.

 

Dieser Vorgang kann als Elementari­sierung bezeichnet werden und berücksichtigt den Prozess der wechselseitigen Erschließung im Sinne Klafkis (1963) und ist ein Prinzip, welches gerade bei unterrichtlichen Überle­gungen im Kontext sehr heterogener Gruppen eine zentrale Rolle spielt. Elementarisierung als Teilaspekt der didaktischen Reduktion (vgl. Wiater 2007, 28ff) versucht den Kern der Sache (Seitz 2016) zu erhalten, d.h. die wesentlichen Aspekte des Lerninhalts zu verdichten und zu vereinfachen (Rank/Scholz 2017, 315ff)

 

Die Ausformulierung der fachlich- inhaltlichen Schwerpunkte schließt sich an die Isolierung des "Kerns der Sache" an und kann sich an den Kompetenzbereichen für Bildungsstandards orientieren, wie sie von der Kulturministerkonferenz für einzelne Unterrichtsfächer vorgelegt worden sind. Für Fächer, für die diese Bildungsstandards nicht ausgearbeitet wurden, kann als Orientierung an Kompetenzmodelle verwiesen werden, die von fachdidaktischen Gesellschaften vorgelegt wurden (vgl. Kahlert und Heimlich 2012 für den Sachunterricht), Kahlert 2015 für den Bereich der politischen Bildung).